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Eintrag vom 01.03.10

Electronic Circus on Tour:

Bericht “Schallwelle Preis 2009” vom 20.02.2010 im Ledigenheim Dinslaken:

Am vergangenen Samstag war es wieder einmal soweit: im Ledigenheim zu Dinslaken fand die „Schallwelle Preisverleihung 2009“ für die besten Künstler/CDs des vergangenen Jahres statt.

Zuallererst möchten wir allen Gewinnern und Nominierten nochmals unseren herzlichsten Glückwunsch aussprechen. Auch bedanken wir uns vorab für all die inspirierenden und wohltuenden Gespräche und Kontakte mit all den Fans und Musikern.  Es war ein wunderbares Event mit einem musikalischen Schlusspunkt, den so wohl kaum jemand erwartet hatte und der uns alle von den Stühlen gerissen hat.

Souverän durch das Programm führten wie gewohnt Sylvia Sommerfeld und Stefan Erbe.

Die Laudatoren wie unter anderem Winfrid Trenkler, Detlef Keller, Christoph „Codo“ Czech, Robert Schröder und dem uns bis dahin unbekannten ehemaligen Mastermind des „RMB Projektes“ Rolf Maier-Bode unterhielten uns in angenehmer und oft humorvollen Art und Weise über ihren Werdegang und ihre Erfahrungen mit der elektronischen Musik bis in die heutige Zeit.

Die Gewinner waren im Einzelnen:

Newcomer:   Meesha

Beste CD :   January in June – Spyra

Bester Künstler:  Spyra

Beste CD Online-Voting:  Oceanography – Synth.NL

Bester Künstler Online-Voting:  Dithmar

Sonderpreis:  Ashra

 

Uns hat es außerordentlich gefreut, dass viele Künstler, die im Jahre 2009 bei uns auf dem „Electronic-Circus Musikfestival“ aufgetreten sind, nominiert (Erik Wøllo, Rainbow Serpent, Frank Dorittke, Ian Boddy)
oder gar gewonnen haben (wie Meesha und der bei uns 2010 auftretende Doppelgewinner Wolfram Spyra).

Wir haben Peter Seiler und Frank van Bogaert und Manuel Göttsching erstmals kennen lernen dürfen. Danke an Robert Schröder, Bernd Kistenmacher, Erik Wøllo, Harald Großkopf, Steve Baltes, Dennis Dithmar, Martin Buntrock, Rudolf Heimann, Klaus Hoffmann-Hoock, Gerald Arend, Rolf Maier Bode, Meesha, Synth.NL und vielen anderen für die netten Gesprächsstunden.


Peter Seiler, Uwe Reckzeh und der halbe Circus


Die Jury 2010


Circus everywhere ;-)

Gruppenbild mit Dame

Zur Musik:

Auf den ersten Act waren wir sehr gespannt, denn Dennis Dithmar (mit Freund Thomas Dietl )aus Dänemark versprach im Vorfeld  durch seine hervorragende CD „Zodiac Zeit“ ja so einiges. Umso überraschter waren wir über das sehr druckvolle, energiegeladene halbstündige Set, hervorragend untermalt durch entsprechende Videos. Eine perfekte Show von Dithmar.

Der zweite Act brachte einen „Einheimischen“ auf die Bühne:  den sympathischen Multiinstrumentalisten Edgar „Edé“ Hellwig, den wir bereits im vergangenen Jahr kennen lernen durften. Unter dem Projektnamen „GartenOhm“ trat er gemeinsam mit Dirk Cervenka und Rolf Schmitt (dr.) auf. Leider traten bei diesem Act einige technische Probleme auf und auch die Tonabmischung stimmte nicht (das Schlagzeug war arg druckvoll, die Gitarre und die Keyboards  waren relativ leise).  Das half natürlich nicht gerade, zumal die Drei sich erst vor 5 Tagen für dieses Projekt wieder zusammengefunden hatten. Dennoch war mitunter schon zu hören, welches Potential hier möglich gewesen wäre.

Der dritte (und vorletzte !) Act zeigte uns den Schlagzeuger der EM-Szene schlechthin:

Harald Großkopf solo !!! Zu seinen Sequenzen trommelte er in gewohnt mitreißender Art und Weise, die niemanden im Saal mehr ruhig sitzen lassen konnte. Spitzenklasse, Harald !!!!

Und wer genau auf die Bühne schaute, der sah, das neben Harald Schießbude links noch ein Rack mit Synthis und rechts noch eine Gitarre standen.

Und was nur absolute Insider vorher wussten: Der letzten und vierte Act waren dann die Sonderpeisgewinner 2009: ASHRA mit Manuel Göttsching, Steve Baltes und Harald Großkopf.

Was in diesen letzen über 60 Minuten geschah, werden wir wohl alle kaum mehr vergessen können. Was für eine Dynamik, was für ein Sound, ein perfektes Zusammenspiel der Drei, da saß jeder Handgriff, da gab es keine Zurückhaltung, einfach nur phänomenal und mitreißend.

Das war absolute Weltklasse und nicht mehr zu überbieten, und es war das, was wir so lange schon in Deutschland vermisst haben: einer der Wegbereiter der EM neben Schulze, neben T.D. und Kraftwerk in Deutschland,  spielte endlich wieder „live“ auf der Bühne. Und am Ende gab es das Highlight: „Midnight on Mars“ (von 1978 Album „Blackouts“) in einer langen Fassung mit dem einmaligen und unerreichten Gitarrenspiel von Manuel. Wir waren mit Winfrid Trenkler, der die Laudatio auf Ashra gehalten hatte, der Meinung: Das wir das noch einmal erleben durften !!! Manuel haben wir als einen überaus sympathischen Musiker und Menschen kennen gelernt und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Großen Dank an die Veranstalter für solch eine Sternstunde in Dinslaken. Das war eine rundherum sehr gelungene Veranstaltung, die den Stellenwert und die Bedeutung der  elektronischen Musik nachhaltig unterstrichen hat.

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